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Knirscherschienen

Die in Deutschland am häufigsten hergestellte Schiene ist die so genannte Knirscher-Schiene. Da das Kausystem ein so genanntes Stress-Organ ist, welches körperlichen und emotionalen Stress ableitet indem die Zähne (zumeist während der Nacht) unvorstellbar lange und mit unvorstellbar großer Kraft aufeinander gepresst oder gegeneinander gerieben werden, findet man bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten Spuren dieses Knirschens (“Bruxismus”). Häufigste Symptome dieses Knirschens oder Pressens sind abgeriebene Kauflächen der Seitenzähne oder abgeriebene Schneidekanten der Front- und Eckzähne, Füllungsbrüche oder Absprengungen an Keramik-Kronen, verhärtete oder gar vergrößerte Kaumuskulatur, Spannungskopfschmerz und manchmal sogar eine eingeschränkte Mundöffnung. Mit einer individuell eingeschliffenen oder aufgebauten Schiene, welche entweder im Ober- oder Unterkiefer angepasst wird, werden die vorher flächigen Kontakte zwischen Unter- und Oberkieferzähnen punktförmig verkleinert, und somit die Intensität und die Dauer der Muskelkontraktionen vermindert. Das Kausystem entspannt sich, und die Patientin oder der Patient erwacht morgens wesentlich entspannter und ausgeruhter (und nebenbei werden noch die Zähne vor destruktiven Press- oder Mahlbewegungen geschützt!).

Eine Aufbissschiene (auch Knirscher- oder Michiganschiene) ist eine an den Zahnbogen angepasste prothesenähnliche Kunststoffauflage zur Behandlung von Myoarthropathien (Erkrankungen des Kausystems). Ziel der Therapie mittels einer Aufbissschiene ist die Beseitigung von Über- und Fehlbelastungen der Zähne und Kiefergelenke.